Damen: Jahresbericht 2016

Die Saison 2015/16 war für die Damen von Wohlen eine herausfordernde Saison mit vielen Veränderungen. Begonnen hat alles mit der von Swiss Unihockey vorgenommenen Aufstockung der Ligen. Die Damen spielen auf dem Kleinfeld neu in drei statt in zwei Ligen. Da nur die Gruppensieger der Saison 2014/15 den direkten Ligaerhalt schafften, mussten wir uns als Zweitplazierte für die kommende Saison mit dem Gedanken der 3. Liga abfinden. Die Red Lions Ueberstorf konnten sich den Gruppensieg holen. 
Als wir bereits mit dem Sommertraining begonnen hatten, erfuhren wir dann von der Auflösung des Damenteams der Red Lions wegen Spielerinnenmangels. Wir hatten somit das Vergnügen in die 2. Liga nachzurücken. Der Saisonerhalt ist, auch wenn nicht ganz aus eigener Leistung, doch noch geschafft!
Einige von den übriggebliebenen Spielerinnen von Ueberstorf stiessen während des Sommertrainings sogar zu uns und wir durften drei hochmotivierte, sympathische Frauen in unser Team aufnehmen. Die Freiburgerinnen waren aber nicht die einzigen Neuzugänge. Das Damenteam freute sich ferner über zwei neue Torhüterinnen, die nach dem Rücktritt von Sandra Balsiger dringend benötigt wurden, und über zwei weitere Feldspielerinnen.
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Flavia Schneider, Melinda Hirschi, Manuela Poffet, Sarah Schlupp, Anabel Bühler, Corinne Stooss und Michèle Widmer für die Unterstützung in der neuen Saison.
Die Damen von Wohlen starten die Saison also mit einem überaus grossen Kader: 14 Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen. Dies ergibt für die Turniere neben dem Goali vier Linien, eine Ersatztorhüterin und zwei Ersatzfeldspielerinnen. Es stellte sich also die Frage, wie wir diese neuen Herausforderungen meistern konnten. Um dies herauszufinden, wurde das Trainingslager neben harten Trainingseinheiten und Üben von neuen Taktiken genutzt, um zu besprechen, wie wir die vor uns liegende Saison in Angriff nehmen sollten. Nicht nur die Grösse des Teams, sondern auch die aus Erst- und Zweitligisten zusammengewürfelte Gruppe brachte uns in eine schwierige Lage. Es galt zu entscheiden, ob wir vorne mitspielen wollten und dabei in Kauf nehmen würden, dass pro Match etwa die Hälfte des Teams auf der Bank sitzt oder ob es uns mehr um die Freude am Spiel geht und deshalb alle Spielerinnen gleichmässig zum Einsatz kommen sollten. Da durch die Neuzugänge und die Anzahl Spielerinnen ein grösserer Niveauunterschied in Kondition, Kraft und Spiel bestand als in anderen Saisons und nicht alle die gleichen Vorstellungen bezüglich Trainings und Tabellenziele hatten, musste ein Mittelweg gefunden werden. Man einigte sich auf Folgendes: grundsätzlich mit drei Linien zu spielen und den Saisonerhalt zu schaffen. Letzteres konnte jedoch bedeuten, dass ersteres nicht immer garantiert sein konnte. Das hiess für die Wohlerinnen, dass teilweise auch mit zwei Linien gespielt wird und dass pro Match folglich drei bis neun Damen auf der Bank sitzen könnten. Daneben wurde ausgemacht, dass die Einsätze von den Trainingspräsenzen, dem Effort und der Leistung der Spielerinnen abhängen.
Wie man an diesen durch Kompromisse entstandenen Saisonzielen sehen kann, sollte die Saison 2015/16 eine schwierige Herausforderung sowohl für die Spielerinnen als auch für die Trainer werden.
Noch vor dem Beginn der Turniere hatte uns Michèle mitgeteilt, dass sie seit wenigen Monaten schwanger war und uns aufgrund dessen statt auf dem Spielfeld neben dem Spielfeld unterstützen würde. Wir alle wünschten ihr alles Gute und freuten uns auf Michèles mentalen Support an den Turnieren. Die Spiele konnten beginnen!
Der Saisonstart mit einem Unentschieden gegen den früheren Erstligisten UHC W.W. Schüpfen-Busswil brachte uns etwas Anfangsmotivation. Jedoch mussten wir bereits im zweiten Spiel unsere höchste Niederlage der gesamten Saison erleben. Wir hatten gegen den UHC Biel-Seeland 2:11 verloren. Am zweiten Turnier gelang uns dann nach einer weiteren Niederlage gegen Lausanne der erste Sieg. Wir gewannen 4:1 gegen UHC Jongny II. Nach etwas Gewöhnungszeit an die Veränderungen im Team und in der Gruppe gelang den Damen ab dem dritten Turnier dann doch noch mehr. Wir mussten zwar nach einem weiteren Sieg, diesmal gegen Le Rouge et Or du Locle, noch einmal eine hohe Niederlage (6:13) einstecken, gewannen danach jedoch jedes weitere Spiel der Vorrunde. Wir bezwangen neben Semsales und Moudon sogar ein ehemaliges Erstligateam (UHU Bern). Die erste Saisonhälfte war, was das Ziel des Ligaerhalts betraf, eigentlich recht erfolgreich. Wir konnten uns vorläufig einen Platz im Mittelfeld der Tabelle ergattern.
Vor Weihnachten und somit auch vor dem letzen Hinspiel gab es erneut einige Umbrüche im Team. Die Coachs sowie die Spielerinnen waren sich in vielen Dingen nicht mehr einig. Man konnte nicht mehr allen gerecht werden. Die Ansichten, Ziele und Wünsche differierten einfach zu stark. Auf Seiten der Trainer war man sich nicht mehr einig, wie das Team gecoacht werden sollte. Die widersprüchlichen Vorstellungen führten zu der Entscheidung, dass das Damenteam zukünftig nur noch von einem der beiden Coachs geführt wird. Der für die Entwicklung des Teams wichtige Trainer, Marcus Johner, trat nach vier erfolgreichen Jahren von seinem Posten zurück. Die Führung der Wohlerinnen übernahm die Assistenztrainerin Brigitte Guggisberg. Wir freuen uns auf die Frische und den neu gewonnenen Elan, welchen Brigitte ins Damenteam einbringt!
Neben dem Rücktritt auf Trainer Seite, gab es auch einige Verluste bei den Spielerinnen. Drei lange Zeit bei Wohlen ansässige Feldspielerinnen und die neue Torhüterin verlassen uns ebenso auf Mitte Saison. Wir bedauern die Rücktritte sowohl des Trainers, als auch der Spielerinnen und wünschen allen ein gutes Gelingen auf ihrem zukünftigen Unihockey-Weg! Trotzdem freuen wir uns mit einem hochmotivierten Team, die Saison erfolgreich abzuschliessen und den Platz im Mittelfeld der Tabelle zu wahren.
Mit einem etwas kleineren Kader traten wir am Turnier in Schüpfen das letzte Hinspiel und das erste Rückspiel an. Es war ein äusserst erfolgreiches Turnier. Gegen Moudon gewannen wir 8:2 und gegen Biel 4:2. Der zweite Sieg an diesem Tag freute uns besonders, nachdem wir in der Vorrunde gegen Biel neun Tore rückwärts gemacht hatten. Die Teamgrösse war nun angenehmer und die Teamstimmung, trotz einiger Verluste auch neben dem Spielfeld, fröhlicher. Am nächsten Turnier durften wir uns noch einmal gegen Schüpfen versuchen. Das Unentschieden vom Hinspiel galt es zu verbessern oder mindestens zu bestätigen. Jedoch konnten wir uns gegen die Tabellenführenden nicht durchsetzen und gingen mit minus vier Toren vom Platz. Dafür gelang uns der zweite Sieg gegen Moudon. Wir vermochten an diesem Turniertag mit einem 11:3 unsere Torbilanz wieder etwas auszugleichen. Das siebte Turnier brachte uns nochmals zwei Pluspunkte. Wir verloren zwar gegen Jongny, welche wir im Hinspiel geschlagen hatten, revanchierten uns gegen Lausanne dafür mit einem 6:1. Weiter konnten wir am zweitletzten, sehr erfolgreichen Turnier nochmals etwas Motivation für den Endspurt sammeln. Wir setzten uns einerseits gegen den früheren Erstligisten UHC Flamatt-Sense (welche völlig ohne System spielten?) durch. Andererseits konnten wir Le Rouge et Or du Locle ein zweites Mal mit sieben Toren Differenz bezwingen. Insgesamt verbesserten wir unsere Torbilanz an diesem Tag um zehn Tore. Vor dem letzten Turnier befanden wir uns auf dem vierten Platz mit Chancen auf den dritten Rang. Auch Flamatt und UHU Bern war es möglich Dritte zu werden. Es wurde also noch mal ein sehr spannendes Turnier. Aus dem Direktduell gegen Bern konnten wir dann einen Punkt mitnehmen und hofften gegen Semsales wieder einen Sieg zu holen. Leider ging uns die Kraft und somit das Spiel verloren. Wir schlossen die Saison auf dem fünften Rang ab. Unser Saisonziel der Tabellenmitte konnten wir also nicht besser erfüllen. Obwohl wir den möglichen dritten Platz nicht ergatterten, konnten wir die Saison als bestplaziertes Team aus der früheren 2.-Liga erfolgreich abschliessen.
Rückblickend war es eine wechselhafte, anstrengende und doch sehr aussichtsreiche Saison gewesen. Aus der Vorrunde sowohl aus der Rückrunde nahmen wir je fünf Siege, ein Unentschieden und 3 Niederlagen mit. Obwohl sich in der Saison 2015/16 viel veränderte, konnten wir die Stabilität auf dem Spielfeld wahren. Mit 100 geschossenen und 87 kassierten Toren gehen wir nun in die Trainingspause. Wir sind der neuen Saison gegenüber sehr optimistisch gestimmt, denn gegen kein einziges Team hatten wir zweimal verloren. Wir wissen jetzt, dass wir die neuen Gegner schlagen und uns auch in dieser Liga durchsetzen können.
Zu guter Letzt möchten wir noch einige Danksagungen, Gratulationen und Wünsche äussern:
Als erstes bedanken wir uns bei unserem langjährigen Trainer Marcus Johner für seine Bemühungen und das vierjährige Coaching. Er hatte damals frischen Wind ins Damenteam gebracht und uns mit neuer Motivation versorgt. Nun hoffen wir, dass Brigitte uns mit ihrer Power die nächsten Jahre begleiten wird und möchten auch ihr herzlich für die nicht ganz einfache Saison danken!
Des Weiteren wünschen wir Lisa Wyss, Vicky Scheidegger, Carole Riesen und Sarah Schlupp viel Glück für die Zukunft! Wir erinnern uns an alle lustigen Begebenheiten, spannende Turniere und das fröhliche Feiern mit unsern ehemaligen Teamkollegen und bedanken uns auch bei ihnen für ihre Unterstützung.
Gratulieren möchten wir auch Michèle Widmer zur Geburt ihrer Tochter, Selina Lara, und wünschen ihr und ihrer Familie weiterhin alles Gute und viel Erfolg!
Besonders freut uns, dass wir mit dem gesamten Team in die neue Saison starten werden: Auf geht’s!