U21: Jahresbericht 2016

Part 1: Die Fusion

Nach einer schwierigen letzten Saison bei welcher am Ende der Abstieg aus der Stärkeklasse C zurück in die Stärkeklasse D resultierte starteten wir mit einigen Neuzugängen aus unserer U18 in die Saisonvorbereitung. Wie jedes Jahr absolvierten wir im Zuge der Saisonvorbereitung das legendäre Trainingslager in Mürren, welches wie jedes Jahr wieder super organisiert war. In dieser Zeit erreichte uns auch ein Anruf vom Sportchef des UHT TV Wohlen. Aufgrund von Spielermangel der U21 des UHT TV Wohlen wurde uns angeboten unsere beiden U21-Teams zu fusionieren, um so zum einen den geregelten Trainingsbetrieb zu gewährleisten und zum anderen die Qualität innerhalb unseres Teams mit ihren Spielern zu heben. Nach Diskussionen mit unserem Sportvorstand sind wir dann zum Schluss gekommen, dass die Fusion sowohl im Sinne der Spieler ist als auch mit den Vorstellungen des Vereins vereinbar ist. Nach rund einem Drittel der Saison hat sich das Team, welches jetzt ein 26-Mann Kader umfasst, langsam gefunden und besser aufeinander eingestellt. Man konnte schnell feststellen, dass die diesjährige Gruppe sehr ausgeglichen ist und man in jedem Spiel eine gute Leistung abrufen muss, um als Sieger vom Platz gehen zu können. Natürlich hat es auch in dieser Saison bereits einige High- sowie Lowlights gegeben. Einerseits haben wir in einigen Spielen kämpferisch sowie spielerisch sehr überzeugt jedoch die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor vermissen lassen. Das Paradebeispiel war das Spiel gegen UHT Arni, bei welchem wir zur Pause bereits deutlich hätten vorne liegen müssen, das Spiel aber aufgrund der Ineffizienz und einiger defensiver Patzer dennoch verloren. Das bisherige Highlight war der 4:1 Sieg im achten Saisonspiel gegen Genf. Trotz vieler Unterzahlsituationen konnten wir das Spiel lange stabil gestalten und offensiv gefährlich werden. Nach den überstandenen Strafen legten wir noch einen Zahn zu und drängten die Genfer immer mehr in die Defensive und hatten viele gute Offensivmöglichkeiten. Schlussendlich konnten wir den Sieg in diesem hochemotionalen Spiel sicher über die Bühne bringen und so viel Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben tanken. Momentan befinden wir uns auf dem dritten Platz in Schlagdistanz zu den Teams vor uns. Das Team hat das Potenzial um den ersten Platz mitzuspielen, wenn alle den Karren in die gleiche Richtung reissen, um so das Optimum aus sich selbst und den Mitspielern herauszukitzeln. In diesem Sinne..Allez RK!

Part 2: Eine Saison mit Höhen und Tiefen

Nachdem wir nach einem Drittel der Saison den dritten Rang belegten, war unser Ziel in der Folge noch einen Schritt nach vorne zu machen und sowohl unser Spiel wie auch unseren Tabellenplatz zu verbessern. Nach zwei Niederlagen und zwei Siegen in den nachfolgenden Spielen hatten wir dann Ende Februar, die erste Gelegenheit gegen zwei direkte Konkurrenten um den zweiten Platz zu spielen. Die Gegner hiessen UHT Arni (2. Platz) und UHC Flamatt-Sense (1. Platz). Als Gruppensieger stand 4 Spiele vor Schluss UHC Flamatt-Sense bereits fest. Es ging für uns also um den zweiten Tabellenplatz. Zum Spiel gegen Arni…in der ersten Hälfte waren wir zwar Feldüberlegen und hatten zahlreiche Top-Chancen, dennoch gelang uns das wichtige Führungstor nicht und so gingen wir als Konsequenz durch einen unglücklichen Konter in Rückstand. Nach dem Pausentee versuchten wir zwar alles um das Spiel noch zu drehen aber unser Gegner vermochte das Spiel zu neutralisieren und auf beiden Seiten wurde es nicht mehr allzu oft gefährlich. Wir waren zwar enttäuscht über das Resultat doch auf der ersten Hälfte mit den vielen Chancen konnten wir aufbauen. Somit traten wir, auch mit etwas Wut im Bauch, zum zweiten Spiel gegen den Leader UHC Flamatt-Sense an. Auch in diesem Spiel starteten wir mit einigen guten Chancen und konnten dieses Mal glücklicherweise auch verdient den 1:0 Führungstreffer erzielen. Man merkte wie uns dieser Führungstreffer Aufwind verschaffte und wir konnten nur wenig später auf 2:0 erhöhen. Mit diesem Resultat ging es dann auch in die Pause. Wir wussten, dass dies eine grosse Chance ist, um wieder ein Wörtchen um Platz 2 mitzureden und gingen entschlossen in die zweite Halbzeit. In dieser war das Spiel ausgeglichen jedoch konnten wir immer wieder erfolgreich „Steuern“ was den Gegner zu hohen Fehlpässen oder Ballverlusten in Zweikämpfen verleitete. Am Schluss konnten wir noch auf 3:0 erhöhen und gewannen ein sehr wichtiges Spiel schlussendlich ungefährdet. Mit einem Unentschieden gegen Lausanne und einem Sieg gegen Frutigen in den letzten beiden Spielen konnten wir schlussendlich noch den zweiten Tabellenplatz ergattern – einen Punkt vor Arni. Dies auch weil UHT Arni noch gegen UHC Flamatt-Sense spielen musste und verlor. Als wir dann erfuhren, dass UHC Flamatt- Sense auf die Aufstiegsspiele verzichten würde war die Freude natürlich gross. Wir bereiteten uns also auf die bevorstehenden Aufstiegsspiele vor und gingen voller Motivation nach Basel, wo mit Meiersmaad Schwanden, den SV Waldenburg Eagles und UHC Winterthur United drei Gruppensieger der anderen Gruppen auf uns warteten. Schon im vorneherein war uns klar, dass wir der Aussenseiter sein werden – auch aufgrund der Altersstruktur unseres Teams. Jedoch wollten wir die Favoriten ärgern und waren der Überzeugung dies auch zu können wenn jeder seinen Job zu 100% erfüllt. Im ersten Spiel trafen wir auf Meiersmaad Schwanden. Wir verschliefen den Start komplett und gingen durch ein Eigentor schnell in Rückstand. Kurz darauf erzielten wir beinahe den Ausgleich – aber nur beinahe…der Schuss ging an die Latte, unsere Verteidiger waren zu weit aufgerückt und mit einem hohen Befreiungsschlag lancierte der Gegner den Konter, welcher mit einem 1:0 gegen den Torwart und einem 0:2 Rückstand endete. Anschliessend kassierten wir noch ein Tor durch einen Ablenker und zu guter Letzt noch einen Penalty, welcher ebenfalls souverän eingenetzt wurde. So stand es 0:4 zur Pause. Wir wussten allerdings, dass wir in dieser Saison auch schon einen 0:3 Rückstand umwandeln konnten und gingen mit dieser Motivation in die zweite Hälfte. Schnell konnten wir das 1:4 erzielen und das 2:4 folgte sogleich. Das Spiel war wieder offen! Wir konnten das Tempo noch einmal erhöhen und spielten den Gegner nun regelrecht an die Wand. Zirka zwei Minuten vor Schluss erzielten wir den 4:4 Ausgleich und zum Schluss hatten beide Teams noch jeweils eine Grosschance, welche aber auf beiden Seiten unverwertet blieb. Somit Endstand 4:4.
Am nächsten Tag, Sonntag, reisten wir früh an und bereiteten uns erneut auf einen starken Gegner vor, die SV Waldenburg Eagles. Im Nachhinein wohl die beste Mannschaft gegen die wir in dieser Konstellation bisher gespielt haben. Wir versuchten uns vor dem Spiel richtig heiss zu machen und das hörte und spürte man in der ganzen Halle. Die Garderobenwände zitterten und der Spiegel in der Garderobe hätte dem wohl nicht mehr lange standgehalten. Absolut bereit und voller Tatendrang schritten wir aufs Spielfeld und konnten von Anfang an Tempo aufbauen. Das Spiel war absolut ausgeglichen da wir die beste Saisonleistung auf den Platz bringen konnten. Das einzige Manko war unsere teils fehlende Coolness und Disziplin. Immer wieder gerieten wir durch unnötige Strafen in Unterzahlsituationen und kassierten Penalty, welcher vom Gegner zum 1:0 verwertet wurde. Wir kämpften aber immer weiter und konnten das Spiel immer ausgeglichen gestalten. Am Schluss reichte es jedoch nicht ganz und wir verloren eines der geilsten Spiele, welches ich in meiner Trainerkarriere miterleben durfte mit 3:2. Somit mussten wir im letzten Spiel gegen UHC Winterthur United gewinnen. Jedoch merkte man schon relativ früh, dass wir unser Pulver im Spiel gegen die Eagles verschossen hatten. Weniger Intensität, weniger Konzentration, weniger Leichtigkeit, die zusätzlichen Strafen, welche wir wiederum nahmen, sowie unglückliche Schiedsrichterentscheidungen (welche selbstverständliche keine Entschuldigung oder Rechtfertigung sind) verunmöglichten uns einen Sieg und am Schluss resultierte ein bitteres 5:1. Mit hängenden Köpfen verliessen wir also die Halle in Basel und machten uns auf den Heimweg. Aber schon bevor wir zu Hause ankamen überwogen die positiven Dinge, wie die gewonnene Erfahrung und der Kampfeswille, den wir an den Tag legten. Das zeigte mir, dass in dieser Mannschaft nicht nur Talent sondern auch eine Menge Charakter vorhanden ist. Ich wünsche den Jungs für die nächsten Saisons alles Gute und möglichst viele Siege, sodass sie an den nächsten Aufstiegsspielen mit Bier und Champagner in den Händen und einem Lachen im Gesicht, grölend aus der Halle stürmen können.
In diesem Sinne Allez RK!

Ivan Hachen