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Unihockey kommt ursprünglich aus dem Norden

Er ist artverwandt mit dem "Bandy", einer Sportart, die wiederum als Vorläuferin des Eishockeys gilt. Volkstümlich könnte man Unihockey daher als "Eishockey ohne Schlittschuhe" bezeichnen.

Unihockey ist eine schnelle, dynamische und abwechslungsreiche Sportart, die reich an Torszenen, Kampf und Einsatz ist; aber auch Gefühl und Präzision sowie Ausdauer und Kraft gehören dazu.

Diese Komponenten tragen dazu bei, dass Unihockey an allen Schulen und auch in Vereinen sehr gerne gespielt wird. Gerade diese Beliebtheit an Schulen begründen zu einem grossen Teil den anhaltenden Boom des Unihockeys.

In der Schweiz wird Unihockey in Turn- und Sporthallen auf zwei verschieden grossen Feldern, die von einer Bande umgeben sind, gespielt: das Grossfeld mit den Massen 40 x 20 m und das Kleinfeld mit 24 x 14 m. Beide Spielformen werden mit einem einheitlichen Regelwerk bestritten.

Auf dem Grossfeld kommen (wie beim Eishockey) ein Torhüter und fünf Feldspieler zum Einsatz, auf dem Kleinfeld sind es der Torhüter und drei Feldspieler. Gespielt wird in Blöcken. Hinzu kommen pro Mannschaft weitere Auswechselspieler. Die Spielzeit beträgt bei Einzelspielen 3 x 20 Minuten, wobei bei jeder Strafe, jedem Torerfolg und bei Time-outs (natürlich) die Spielzeit angehalten wird. Zwischen den Dritteln wird eine zehnminütige Pause eingeschoben.Bei Spielen in Turnierform dauern die Partien 2 x 20 Minuten und die Spielzeit wird bei Strafen und Torerfolgen nicht angehalten. Die Pause dauert hier nur fünf Minuten. Beiden Austragungsformen ist gemeinsam, dass die drei letzten Minuten des Spiels effektiv gespielt bzw. gemessen werden, dass also die Spielzeit bei jedem Pfiff des Schiedsrichters angehalten wird. Geleitet wird das Spiel auf dem Grossfeld von zwei, respektive auf dem Kleinfeld von einem Schiedsrichter.Unihockey wird mit einem Stock gespielt, der nicht länger als 95 cm und nicht schwerer als 350 Gramm sein darf, und einem aus Kunststoff gefertigten Lochball (innen hohl), der einen Durchmesser von 72 mm hat, runde Löcher mit 11 cm Durchmesser aufweist und 20 bis 23 Gramm schwer ist. Die Tore sind 160 cm breit, 115 cm hoch und 65 cm tief.

Der Torhüter trägt lange, gepolsterte Hosen, ein gepolstertes Oberteil und Handschuhe (nicht obligatorisch). Ein Gesichtsschutz vervollständigt seine Ausrüstung. Diese Bekleidung darf nur dem eigenen Schutz dienen, nicht aber der Vergrösserung der Abwehrfläche. Im Gegensatz zu anderen Hockeyarten spielt der Torhüter ohne Stock!Harter Körpereinsatz (Bandenchecks usw.) wie z.B. im Eishockey ist auf den Unihockeyfeldern untersagt, ebenso wie das Drücken und Heben des Stocks. Insbesondere untersagt sind Stockschlag und Stockwurf.Das führt zu einem mehrheitlich dynamischen Spiel, das Technik und Taktik in den Vordergrund stellt, bei dem aber im Kampf um den Ball Drücken bzw. Schieben mit den Schultern (anstatt hartem Körpereinsatz) durchaus erlaubt ist. Sowohl die Feldspieler als auch der Torhüter dürfen jederzeit während des Spiels ausgewechselt werden.

Der Ball darf im Spiel weder mit der Hand gefangen noch mit dem Fuss einem Mitspieler zugespielt werden. Die Abwehr mit dem Fuss ist erlaubt, ebenso das einmalige Spielen des Balls mit dem Fuss zum eigenen Stock. Grobe Regelverstösse werden mit Zeitstrafen (Zwei- oder Fünf-Minuten) und/oder Persönlichen Strafen (Zehn-Minuten) sowie mit Matchstrafen (rote Karte) geahndet.

Für die Ausübung des Unihockeysports muss nicht viel Geld ausgelegt werden. Neben einer normalen Turnausrüstung benötigt ein Feldspieler einen Stock, der in etwa auf 30 - 60 Franken zu stehen kommt. Die Torhüterausrüstung sowie ein Dress wird den Spielern gewöhnlich von den Vereinen zur Verfügung gestellt.

Quelle: SWISS UNIHOCKEY